Teamfähigkeit- oder doch eher „Equipefähigkeit“?

Am 9.Juli 2015 folgten wir der freundlichen Einladung des Deutsch- Französischen Kreises Düsseldorf und besuchten einen Vortrag der Präsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule Frau Prof. Dr. Oster-Stierle. Sie referierte zum Thema „Apprendre le français in einer anglo-amerikanisch dominierten Sprachwelt. L’art pour l’art oder Verbesserung beruflicher Chancen?“ und stellte in zahlreichen Beispielen die Verflechtung der Kultur, Wirtschaft, aber auch der Zivilbevölkerung Deutschlands und Frankreichs dar.

Das Französischlernen wurde dabei in den Kontext der deutsch-französischen Freundschaft gestellt, für die das Beherrschen der Sprache des Nachbarlandes eine wichtige Voraussetzung ist. Nicht unerwähnt bleiben konnte dabei die „réforme du collège“ in Frankreich, die erheblichen Einfluss auf das Deutschlernen in Frankreich haben könnte.

Als Präsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule ging Frau Prof. Dr. Oster-Stierle auch auf die deutsch-französischen Studiengänge ein und gab einen Einblick in die Herausforderungen bei deren Akkreditierung. Dabei machte sie deutlich, dass trotz oder gerade wegen der Unterschiede des deutschen und französischen Systems sich beide sehr gut ergänzen würden- wie im Studium, so auch später in der Berufswelt.

Dass die „anglo-amerikanisch geprägte Sprachwelt“ unweigerlich ihre Spuren im französischen Bereich hinterlässt, zeigt bereits das kleine sprachliche Beispiel des Ausdruckes „Teamfähigkeit“, der auch auf der Seite der Deutsch-Französischen Hochschule figuriert und den Frau Prof. Dr. Oster-Stierle gerne – mit einem Augenzwinkern-gegen die „Equipefähigkeit“ austauschen würde.

Aber vielleicht kann sich das Französischlernen in einer anglo-amerikanisch geprägten Sprachwelt gerade auch durch ein „Deutsch- Französisch + (eine weitere Sprache und Kultur)“ behaupten.

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